Am 20. Juli durften wir im Rahmen einer Sonderführung das denkmalgeschützte Haus in Stuttgart-Degerloch besuchen, in dem der Maler und Kunstprofessor Adolf Hölzel lebte und arbeitete und in dem heute die Adolf-Hölzel-Stiftung untergebracht ist.
Mirja Kinzler, Kunsthistorikerin und Vorsitzende der Stiftung, gewährte uns kenntnisreiche und spannende Einblicke in Leben und Werk des Künstlers. Der 1905 als Professor und Leiter einer „Komponierschule“ an die „Königliche Akademie der bildenden Künste“ in Stuttgart berufene Maler entwickelte nicht nur eine eigene Farbtheorie, sondern schuf bereits viele Jahre vor Wassily Kandinsky abstrakte Kompositionen, von denen einige noch heute in seinem früheren Wohnhaus zu besichtigen sind.
Als Lehrer prägte Adolf Hölzel bedeutende Künstlerpersönlichkeiten wie Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Emil Nolde. Zudem richtete er als vermutlich erster Kunstprofessor eine Damen-Malklasse ein, aus der zahlreiche bedeutende Künstlerinnen, wie Ida Kerkovius, Lilly Hildebrandt und Maria Lemmé hervorgingen. https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hölzel
Der Abend klang schließlich bei einem geselligen Beisammensein in der „Waldauerin“ aus.
Vielen Dank, liebe Astrid Beyer und Gabi Eggert, für die Organisation dieses schönen Nachmittags und Abends auf den Spuren eines bedeutenden Künstlers, der die Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart in ihren frühen Jahren maßgeblich geprägt hat.





